diandra xenia alpers, genannt andi,
protagonistin in dem buch das blut der lilie,
hat als handy-klingelton kashmir
von robert plant und jimmy page.
mich würde schon interessieren, welchen abschnitt sie
verwendet hat, denn das stück ist über 11 minuten lang.


studio oder live

 


ich lese gerade: jennifer donnely, Das Blut der Lilie (o-titel: revolution)
(leider ist der deutsche titel saudumm und wenn man den klappentext liest, dann lässt man das buch lieber liegen. schade drum, denn ich finde es super.) ich habe von ihr schon das buch die teerose gelesen, ganz schlecht fand ich es wohl nicht. damals machte ich noch keine aufzeichnungen über meine gelesenen bücher, deshalb weiß ich nicht mehr genau, wie ich es fand.

dieses buch ist aber ein knaller nach meinem geschmack. der originaltitel bezieht sich nicht (bzw erst in zweiter linie auf die frz rev 1789), in erster linie auf die ich-erzählerin, die einen schmerzlichen verlust erlitten hat und dann eine wende erlebt, eben diese "revolution".

im buch steht ein gedanke (s 192) von andi, den ich zunächst merkwürdig fand:

Ich mag die Hoffnung nicht besonders. Tatsächlich hasse ich sie. Sie ist das Crystal Meth der Emotionen. Sie macht schnell süchtig und bringt dich ohne Erbarmen um. Sie ist wie eine Hiobsbotschaft. Das Allerschlimmste. Wie Messerstiche und Brandbomben. Wenn Hoffnung ins Spiel kommt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis jemand verletzt wird.

erst stand ich diesen gedanken ablehnend gegenüber, aber dann überdachte ich eigene erfahrungen und sage jetzt dazu: ja!

andi ist hochbegabt, spielt gitarre, beschäftigt sich mit bachs cello-suite nr 1 als auch mit kashmir von robert plant. durch den tod ihres bruders macht sie eine extreme entwicklung durch, während ihre mutter durchdreht, vernachlässigt sie ihre bisher glänzende schulkarriere. um andi abzulenken, nimmt ihr etwas distanziert wahrgenommener vater sie für drei wochen mit nach paris, wo sie dann die ausstehende abschlussarbeit für ihre schule schreiben soll; eine arbeit über den frz komponisten amade malherbeau.

Amade Malherbeau was a composer during the French Revolution. As a guitarist, Andi is interested in Malherbeau and his compositions. For her senior thesis, Andi plans to write about Malherbeau's influence on composers through the decades. ...


sie lernt virgil kennen, der sie spontan zu einer jam-session, an der sie sich auch beteiligt, mitnimmt. sie verliebt sich in virgil, will aber trotzdem nur den anfang der arbeit in paris schreiben. eine bedingung des vaters, wenn sie schon am sonntag nach newyork zurückfliegen will.
obwohl sie mit virgil mitten in der nacht aufbricht (das ziel kennt sie zunächst nicht), um dann mit ihm den sonnenaufgang bei sacre cour zu sehen, will sie immer noch am SO zurückfliegen, was aber wegen eines streiks nicht klappt. virgil nimmt sie mit in die katakomben von paris, wegen der unzähligen menschenknochen ein unheimlicher ort, und dort verliert sie virgil aus den augen und wird ohnmächtig.

Later, when she seems to have been transported to 1795, she meets Malherbeau and stays in his home, giving him advice about his composition, the Fireworks concerto.

eine ganz tolle, spannende idee. ich habe nach dem komponisten im internet gesucht und ihn aber nicht gefunden. dafür aber etwas anderes (bei answers.yahoo.com/question):

Kiki L. asked: Is/Was Amade Malherbeau real? In the book Revolution by Jennifer Donnelly, the main character, Andi, does her thesis on a musician named Amade Malherbeau. He's like Bach and Beethoven, l was wondering if he is/was real. PLEASE HELP!!!!!
Celeste answers: sorry, he doesn't. l just finished reading that book myself and searched but he doesn't exist. You tried looking for the fireworks concerto, haven't you? hahaha. me 2. At least now we can be depressed about his non existence together:))


 

 

 

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Ich interessiere mich für sehr unterschiedliche Dinge:
Internet,
Musik, Naturwissenschaften, Politik (aber nicht dauernd), Literatur (z. B. Märchen), aber auch für Drachen (schließlich mein Wappentier), für Schnee (!) und für Hexen. Hexen = das ist missverständlich und ich habe schon besorgte Reaktionen dazu bekommen. Deshalb eine kurze Definition: der Begriff "Hexe" wird meist in der christlichen Deutung verwendet, das ist aber ein politisch-religiöser Kampfbegriff, um die Herrschaft des seinerzeit aufkommenden Christentums nicht zu gefährden. Die "Hexen" waren z. B. "Kräuterweiber" mit dem Verständnis für natürliche Zusammenhänge, für Menschen, insbesondere für Frauen (die in der christlichen Welt in eine untergeordnete Rolle gepresst wurden). Hexen sind eine Erinnerung an die vorchristliche Naturverbundenheit. - Und wenn man will, kann man hier den Bezug zu meiner Gothic-Vorliebe erahnen.

oder mit anderen Worten:
Das Bild der Hexe, wie wir es aus den bekanntesten Märchen kennen, ist sehr einseitig. Als Kinderschreck ist sie alt, hässlich und böse. Dabei ist diese Vorstellung, Relikt aus der spätmittelalterlichen Hexenverfolgung, nur ein Aspekt unter vielen.
Der Glaube an Hexen reicht weit in die vorchristliche Zeit (…) zurück. Ursprünglich war die Hexe eine Priesterin der großen Muttergottheit. Sie war ambivalent, d. h. sowohl helfend und heilend als auch bedrohend und vernichtend. In den Mythologien verschiedener Völker spielt die Hexe als große Magierin eine wichtige Rolle. Sie war zwar gefürchtet, genoss aber auf Grund ihres Wissens als Ratgeberin großes Ansehen.
Aus: Märchen von Hexen und weisen Frauen.Hrsg.: Sigrid Früh


Irgendwann habe ich wohl den Link zu meiner Schiller-Arbeit hier gelöscht.
Jetzt ist er jedenfalls wieder da:

FRIEDRICH SCHILLERS HISTORISCHE SCHRIFTEN


Literarische Wirkungsabsicht und rhetorische Tradition [Handlungshemmung] im 18. Jahrhundert

Eine germanistische Hauptseminar-Arbeit über das 18. Jahrhundert. Auch wenn es einige Vorkenntnisse voraussetzt, kann man dieser Arbeit manches Interessante entnehmen, z. B. das Cool-Sein schon im 18. Jahrhundert. - Es folgt hier ein einführender Text, der die Verwendung dieser Arbeit erleichtern soll. Vieles Denken und Fühlen, was wir so als einmalig und normal und gegeben hinnehmen - hat sich entwickelt und das vor allem in diesem 18. Jahrhundert!

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